East of EdenJetzt ist also soweit. Wir verlassen die Heimatbasis Bremen und sind endlich on the road. Das Wetter, der Verkehr und unser Bus Paule meinen es gut mit uns – so ist Berlin nur einen (Raub-)Katzensprung entfernt. Die Hauptstadt empfängt uns, wie man das so erwartet: laut und verstopft. Wir schieben uns durch den Feierabendverkehr bis nach Friedrichshain. „Sie haben ihr Ziel erreicht“, sagt unsere Olle dazu und das Türschild „East of Eden“ gibt ihr Recht.

Staunend betretet wir dann Alan’s kleines Bücherreich. Das East of Eden heißt nicht umsonst international bookshop. Hier versammelt sich Literatur aller Länder und Sparten und stapelt sich in dem verwinkelten Lädchen bis unters Dach. Axels Augen leuchten merklich. Der wird hier noch einiges an Geld lassen. Alan ist die gute und ruhige Seele des Ladens. Während er noch Kunden versorgt, bauen wir im Hinterzimmer auf. Irgendwo zwischen den Themensparten „Ships, Navigation and the Sea“ und „Classical Music“ finden wir Platz für Anlage und uns. Ein kleines Sammelsurium an Stühlen und Sesseln komplettiert die supergemütliche Atmosphäre. Auch unser Support Jan Böttcher von Herr Nilsson hat inzwischen den Weg gefunden. Wir wären dann soweit.

Books! Libri! Bücher!Jan Böttcher aka Herr Nilssontag4_04.jpg

Das Publikum lässt heute nicht auf sich warten und endlich kann man sich mal darüber freuen, dass so viele liebe Leute in die Hauptstadt abwandern. Großes Wiedersehen, schon hierfür hat sich die Fahrt gelohnt. Aber es soll ja auch Musik gemacht werden. Jan zieht das Publikum mit ganz großen Texten und entspannter Musik sofort auf seine Seite. Der Mann weiß, wie man mit Worten umgeht – das merkt man gleich, und das kommt an. Aber auch wir werden von der bunten Publikumsmischung nett begrüßt. Ein kleines, intimes Konzert mit tollem Wohnzimmergefühl. Genau das richtige Umfeld für die Tigerstimmung, wie wir sie mögen.

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Doch wo normalerweise Abend und Bericht aufhören, war heute noch lange nicht Schluss und es wurde so bunt, wie man es von einem International Bookshop erwartet. Schotten, Amerikaner, Holländer, Deutsche, Iren und Tiger. Gut, das Musik international ist – die vom Geburtstags-Gig bei Bürgermeister Wowereit eingetroffene Hausband hat noch lange nicht genug vom Musikmachen und wir auch nicht, und so schlagen uns wacker durch Folk, Blues und Countrysongs während die Menge rauchig und wunderbar dreckig die Songs intoniert. „The night where county music made sense“ fällt Sebastian dazu ein. So soll ein Tourabend sein. Gutes kaltes, halbgefrorenes und gefrorenes Bier, gute Freunde und Musik, die von Herzen kommt. Hätte ich Stewarts Zeitmaschine, würde ich noch ein paarmal an diesem Abend vorbeischaun. Danke an alle … Alle!

tag4_08.jpgtag4_09.jpgDie Session: 2$ Bash

Alan und der TigerSchreinerstraße: lesen!



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