Kulturpalast LindenMit 7 Tagen Tour, einem Coktailabend und einer Nacht im kargen Partykeller des A18 in den Knochen läuft der Tag erwartungsgemäß träge an. Irgendwie aufstehen, irgendwie einladen, irgendwie Frühstück im nächsten Supermarkt organisieren. Mit dem leckeren Frühstück der Vortage kann das hier nicht mithalten, aber es füllt den Magen und der Energievorrat reicht, um uns erstmal auf die Autobahn gen Magdeburg zu bringen. Dort verabschieden wir schweren Herzens unseren Lieblingstourbegleiter Sven. Die tränenreichen Details erspare ich euch, um ein wenig hartes Muckerimage rüberzuretten, das wir mit dem ganzen Alk gestern so mühsam aufgebaut haben. Aber der Bahnhof in Magdeburg ist auch unglaublich hässlich. Nächstes Mal planen wir aber definitiv in Leipzig zu starten und Sven zu kidnappen, ob er will oder nicht.

tag8_2.jpgtag8_3.jpgGrün geht immer

Leicht bedrückt und immer noch sehr müde folgten wir der A2 bis Hannover. Gott sei Dank bleibt genug Zeit, noch mal bei Niklas Eltern einzufallen. Da versprechen eine Dusche, ein voller Kühlschrank, eine Espressomaschine und ein Sofa mit Fernseher alles, was man so benötigt um sich für den letzten Gig wieder einigermaßen auf Vordermann zu bringen. Mit Erfolg und Dank für Speiß&Trank an besagte Eltern. Einigermaßen erfrischt und mit Lust aufs Spielen erreichen wir den Kulturpalast Linden, nach etwas probieren funktioniert auch die Anlage und es bleibt viel Zeit für einen ausgiebigen Soundcheck und einspielen. Also: Klappe, Tigertour die letzte.

tag8_5.jpgtag8_6.jpgPaul: Wir vermissen dich!

Langsam aber sicher trudelt Publikum ein. Bekannte Gesichter, Familie, aber auch neue, sympathische Tigerhörer formieren eine überschaubare, dafür höchst aufmerksame Hörerschaft. Das Konzert wird so, wie wir uns fühlen: eher ruhig als ausgelassen, mit gutem Gefühl und tiefer Zufriedenheit im Bauch. Viel Raum, damit sich die ruhigen Lieder entfalten und die besonderen Momente entstehen können, die an den zwei letzten Tagen öfter mal untergegangen sind. Das gefällt uns und anscheinend auch dem Publikum und wird so der gelungene Abschluss für eine gelungene, kleine Tour. Denn das war sie wirklich: acht Tage ohne schlechtes Konzert, acht Tage, an denen wir uns nicht gegenseitig umgebracht haben (es zumindest nicht geschafft haben) und besonders acht Tage mit vielen tollen Momenten und vielen neuen Freunden. Wir kommen wieder! Und ihr hoffentlich auch. Wir würden euch sonst vermissen.



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