Ulenspiegel, GießenIrgendwas war anders, als wir dieses Wochenende am Donnerstag mittag in Hamburg ins Auto einstiegen. Sonst herrscht immer Zeitdruck und wir müssen uns ranhalten, um pünktlich an der jeweiligen Location zu sein. Diesmal begann die Fahrt wirklich entspannt: Extrem pünktlich starteten wir von Hamburg aus gen Süden starten und kamen ebenso in Gießen im Ulenspiegel an, inklusive – Wir sind Musiker, wir dürfen das – einer kurzen Fahrt durch die Fußgängerzone.
Der Club ist anscheinend DER Studentenclub in Gießen (Nein, die Till Schweiger Geschichte verkneife ich mir jetzt) und auf uns wartete ein gemütlicher, sehr geräumiger, aber deswegen leider akustisch auch etwas schwer in den Griff zu bekommender Raum mit schöner Bühne. Trotzdem eine tolle Location und noch mal herzlichen Dank an Katja und das Team, die Axels vergessene Videokamera fanden und ihm hinterherschickten.

Nachdem wir das Publikum an die Tische vor der Bühne holten und ihnen die Kerzen anzündeten, entstand diese spezielle, intime Atmosphäre, mit der die Tiger-Konzerte erst ihren ganz besonderen Zauber entfalten. Unser gutes Gefühl beim Spielen übertrug sich dann auch auf das Publikum (oder vielleicht doch eher eher andersrum?!? Wir nennen es mal wechselseitig ;) ) und es wurde einer jener Abende, der auch nach dem Konzert mit netten Gesprächen, lobenden Worten und CD-Käufen weitergeht. Einem kleinem Abstecher zur Tankstelle später genossen wir dann den ungewohnten Komfort unseres Hotelzimmers mit Bier und Tierdokumentationen. Total rockstarmäßig ;)

Die KlampfeVelologisEntspannen und aufwärmen

Nach einem wirklich leckeren Frühstücksbuffet dann also weiter nach Witzenhausen – dem für diesen Tag überall angedrohten Wintereinbruch und Schneechaos entgegen. Gut, dass wir uns wirklich nicht beeilen mussten, hatten wir noch circa acht Stunden Zeit für knapp 150 km und Straßenmusik zu machen klang nicht wirklich attraktiv. Durch die Witzenhauser Witzenhausener Straßen der Kirschstadt schlendernd, genossen wir lieber die ersten Schneeflocken, um dann in der extrem niedlichen wie kreativ eingerichteten Pension der Klampfe-Betreiberin Rieke zu entspannen. Kaffee, Tee und einem Zimmer namens “Der Tempel”, perfekt zum Krafttanken für Auftritt Numero Zwo.

Die Klampfe ist bereitSuperfan Fugu und TochterNach dem Gig ist vor dem Gig

Auch die Klampfe selbst hatte sich im Vergleich zum letzten Jahr nochmal mächtig herausgeputzt. Frisch renoviert und liebevoll dekoriert, fühlten wir uns gleich wohl und willkommen. Das zunächst spärlich eintrudelnde, aber dann doch zahlreich vertretende Publikum wurde in letzter Sekunde durch eine besondere Überraschung ergänzt: Vier liebgewonnene Göttinger und ein Kasseler (Kasselaner?) kämpften sich extra für uns durch den dickflockig fallenden Schnee. Eine große Ehre und noch größere Freude. Überhaupt war es ein Abend der netten Menschen: ob nun hinter der Bar (Rieke und Bully – danke, danke, danke), direkt vor der Bühne (hoffe, man sieht sich bald wieder), leicht verspätet (Schön, dass du da warst, Raffa) oder etwas scheu im hinteren Teil der Kneipe. Nach viel zu vielen Bier und “kleinen gelben Wässerchen” liessen wir uns dann spääääät nachts sogar zu 2 extra Zugaben hinreissen. Defintiv keine gute Idee – aber lustig. Kurz danach verzogen wir uns lieber in unseren “Tempel”, um auch für Braunschweig noch etwas Kraft übrig zu behalten. Noch einmal ganz deutlich: Sowohl die Klampfe als auch die Fahrradpension Velologis haben uns ganz schwer beeindruckt – mit Liebe und viel Engagement eingerichtet, organisiert und betrieben sind es wirklich kleine Perlen, die ihr euch unbedingt mal anschauen solltet. Wir kommen defintiv wieder, das ist schon abgesprochen und hiermit auch versprochen!

Dramatisches Rauchen im SchneeOb das Wetter hält?

Klappe, die ZwoteSchneetiger

Bleibt noch Braunschweig, über das es eigentlich nicht so viel zu sagen gibt, außer: Vielen, vielen Dank an Tobi und Stefan – toll, dass ihr da ward und uns über Wasser gehalten habt. Und natürlich dem Schüssel-Team noch viel Erfolg mit der neuen Location.

Der Tiger sagt nochmal Danke an alle, die die 3 Tage zu einer ganz besonderen Mini-Tour gemacht haben, die defintiv wieder Lust auf mehr gemacht hat. Wir könnens also kaum abwarten in zwei Wochen Hannover und die Hauptstadt unsicher zu machen. Seid ihr dabei?



One Response to “Das war: Stressfrei Reisen mit Tiger. Gießen, Witzenhausen, Braunschweig.”

  1. Tobi sagt:

    haha wie gut.
    Naja wenn dann müssen wir wohl danken,auch wenn es leider so aussieht das ich an eurem Hannover Gig arbeiten muss…Naja ich geb alles…immerhin fehlen mir ja noch ein paar Lieder die mir bis jetzt verwehrt blieben…aber ich konnte euch gut versteh und häts denke ich genauso getan.Kommt wieder Jungs =)