Liebe Freunde des Tigers,

manche von Euch haben es schon gehört, für Einige wird diese Nachricht überraschend kommen. Nach fast 3 1/2 Jahren gemeinsamer Zeit hat sich Axel entschieden “Ich und mein Tiger” zu verlassen. Da wir die Abschiedsworte gerne Herrn Bergander selber überlassen, bleibt wohl nur zu sagen, daß es natürlich ein seltsames und trauriges Gefühl ist, das Erscheinen des Albums im Herbst, die Tour und alle kommenden Hochs und Tiefs ohne Axel zu durchleben. Wir sind dankbar für die gemeinsame Zeit und einen Abschied in bester Freundschaft. Die gute Nachricht: Schon dieses Wochenende werden wir mit einem neuen Mann hinter dem großen Bass die Bühnen in Halle und Berlin rocken. Richard Welschhoff heisst er und hat sich in kürzester Zeit in unser komplettes Repertoire eingearbeitet. Ihr dürft gespannt sein. Wir sind es auch. Nach dem Wochenende werden wir den “Neuen” nochmal gebührend hier einführen, aber jetzt übergebe ich das Wort endlich einmal an Axel – nach all der Zeit ohne Mikrophon wurde das auch höchste Zeit. Axel, du wirst fehlen.

“Vor dreieinhalb Jahren, an einem Dezemberabend, saß ich mit einem Fremden und dem Bruder einer Freundin, der mich schon mal aus einer Band geworfen hatte, an dessen Küchentisch und rauchte. Ich hatte gerade gelernt, nicht mehr in Rockbands zu spielen, die ihre Gitarren runterstimmen und dass je mehr eine Band probt, sie desto weniger spielt. Eigentlich wollte ich Nu Jazz spielen. Oder sonstwas, mit viel Luft, viel Zuhören. Aber wenn es Klick macht, macht es Klick.

Ein paar Wochen später hatten wir uns gerade auf den Bandnamen geeinigt. Geeinigt? ‘Ich und mein Tiger’ braucht keine Diskussion. Ich rollerte meinen Bass von Peterswerder zurück ins Steintor und kam an einem Karton am Straßenrand vorbei. Jemand hatte seinen Plunder als Geschenk für alle rausgestellt. Dabei war auch eine Wärmflasche in Janosch-Tiger-Umhüllung. Glaubte ich an Zeichen, in diesem Moment hätte ich an eines geglaubt.

Wie alle Geschichten (fast alle – aber das ist eine andere) geht auch diese mal zu Ende. Das Warum ist in einem solchen Moment eigentlich egal.

Wer mich sucht, findet mich bei Facebook, unter sechsund20.de, bei myspace.com/sechsund20 und demnächst auch bei weltherrschaf.de. Ich werd weiter Musik machen. Polka vielleicht oder Zydeco. Oder Nu Jazz.

Macht es gut. Habt Spaß mit Richard. Findet jede Nacht ein Licht im Dunkel.”

Axel, der immer gerne für euch gespielt hat.

PS: Das Bonus-Material zum Abschied.

Ich find den Stadt, wo ich
grad noch eben war
… in einem Buch

das wer geschrieben hat
der vor mir schon mal ging.
Bestimmt mit gutem Grund.

Ich sitz nicht mehr am Eck
biet Leuten Geld für nichts
Der Film zum Buch zum Lied.

Sag nicht, dass sie nicht geht
die Liebe auf den ersten Blick
Ich … ich hab sie gesehen.

Doch wie manches wird sie alt
Wie so manches wird sie kalt
Dann … ist es Zeit, zu gehen.

Und die Welt dreht sich weiter
während du die Augen schließt.
Vor dem Steintor brennt noch Licht.
Hier bist du zu Hause,
hier vergessen Sie dich nicht.

Tausend Leute, die ich grüß,
tausend Leute, die ich verließ,
bevor … ich verlassen wurd.

Also herzlich willkommen
in deinem anderen Leben
und dann … vergiss dies nicht:

Und die Welt dreht sich weiter
während du die Augen schließt.
Vor dem Steintor brennt noch Licht.
Hier bist du zu Hause,
hier vergessen Sie dich nicht.



One Response to “Zeit der Veränderungen”

  1. Tobi sagt:

    Also ich werd ihn definitiv vermissen…
    wirklich schade Axel…
    aber komm doch nochmal mit nach Magdeburg der alte Zeiten willen =)
    dann lade ich dich auch auf ein Getränk ein und du siehst aus meiner Position was die Band so stark macht.Eine vernünftige verabschiedung würd ich mir nochmal wünschen ( und das ohne das ich zu nem Polkaabend reisen muss =) )