Oder auch: Ein verrücktes, arbeitsreiches Konzertwochenende für die alten und neuen Tigerbabys. Wermutstropfen Nr.1: der Sänger ist leicht erkältet, Wermutstropfen Nr.2: Richard, unser neuer Konterbassist hat genau zwei mal mit uns trainiert und wir haben haben zwei schwere Auswärtsspiele vor uns. Glücklicherweise finden wir in Halle eine wundervoll eingerichtete Kulterinselkneipe vor, mit absolut freundlichen Leuten, die wissen was sie tun, (danke Heiko, danke Tim!) und – viel wichtiger – einen Backstage in dem wir gemütlich und in Ruhe proben können. Sogar bis kurz vor’m Auftritt. Das bringt nochmal das letzte bisschen Sicherheit.

Leider will sich der Riff-Club an diesem Freitag nicht so richtig füllen. Gestern war Vattertag, die Leute liegen wohl noch in Sauer. Zu allem Überfluß gibt’s gleich am Anfang technische Probleme, die aber mit Bravour behoben werden. So nimmt das erste Konzert mit neuem Basser endlich seinen Lauf. Ein gemütliches Konzert mit äußerst intressiertem Publikum. Nette Gespräche danach und mein erstes Tannenzäpfle runden den Abend ab. Wir hoffen Euch am 03.07. im Postkult in Halle wiederzusehen!!!

Nachts fahren wir noch nach Leipzig zu Karo, Maria und Andrew und beschließen den Abend mit nem Sechserträger und drei-mal-kleine-schwarze-Dose. Dann ist erstmal Ausschlafen angesagt. Am nächsten Tag machen wir in Leipzig Straßenmusik. Und wiedermal bestätigt sich das Leipzig eine echte Tigerstadt ist. Es lassen sich sogar ein paar alte Bekannte mit einem Eis bei uns nieder. Bei super Wetter haben wir viele Zuschauer und spielen uns die Finger wund und die Benzinkasse voll. In Leipzig – lebt man einfach besser ;)

Dann aber ab nach Berlin, ab ins „Ghetto“ Neukölln. Entäuschung Nr.1 : is ja garkein Ghetto. Keine Bandenkriege, kein öffentliches Ausgeraubtwerden, keiner bietet uns Crack an…hmmmm. Enttäuschung Nr.2: die Pizza, die wir beim Dönerman kaufen, schmeckt nach „wo ist die nächste Bahn hinter die ich mich werfen kann…?“, ums mal mit Clickclickdecker zu sagen. Aber dann die große Überraschung: Das Laika, der kleine Kulturhund in Neukölln, füllt sich während wir spielen mit lauter netten Leuten und ein paar „Berliner Orginalen“. Kiez as Kiez can be würde ich sagen. Die Stimmung ist richtig gut und wir spielen bis wir nicht mehr dürfen und noch fünf Minuten länger. Wer mal Berlin besucht, sollte im Laika mindestens ein Bierchen trinken gehen.

Mit gut gefülltem Hut müssen wir aber schnell wieder auf die Autobahn und ab nach Hause, ab nach Bremen. Dort ist jetzt kein Kirchentag mehr. Das finden wir ganz gut. Wer am gestrigen Tag deutscher Fußballmeister geworden ist, ignorieren wir jetzt auch einfach mal. Wir hatten viel zu tun an diesem Wochenende und sind mit tollen Konzerten und neuen Freunden belohnt worden. Vielen Dank an alle die mitgeholfen, zugehört und laut geklatscht haben!

P.S.: Mehr zu Richard, dem neuen Tiger im Bunde, gibt es in den kommenden Tagen…



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