Mit etwas Verspätung kommt hier endlich der Bericht zur zweiten Touretappe. Obwohl wir inwischen schon wieder in Bremen angekommen sind und nur noch 2 Konzerte vor uns liegen, ist es leider doch sehr viel Arbeit sich durch all die schönen Fotos durchzuarbeiten und die Berichte zu schreiben. Die zweite Etappe unserer “Und all die anderen Leben”-Tour führte uns über den Tower in Bremen, das Ulenspiegel in Gießen schließlich in den Kulturpalast Linden in Hannover. Alles drei waren Konzerte auf die wir uns sehr gefreut haben, hatten wir hier in der Vergangenheit doch schon wirklich tolle Konzerte erlebt. Bericht Nr. 3 folgt übrigens hoffentlich noch vor dem Wochende

Tag 5: Heimspiel in der Towerbar, Bremen

Die zweite Touretappe startete mit dem obligatorischen Heimspiel. Der Tiger und die Towerbar: ein eingespieltes Team. Der Abend wurde dann genauso schön, wie erwartet und vielleicht noch ein wenig schöner. Support hatten wir heute von “Someday Jacob”, der nur mit Gitarre und Gesang wunderbare Stimmungen kreierte. Großartige Klänge zwischen Americana, Folk und Singer/Songwriter-Style kombiniert mit skurril-sympathischen Ansagen über Heavy-Metal oder die immanente Todessehnsucht. Daumen hoch!

Danach dann der Tiger mit dem ersten Bremenkonzert nach der großen CD-Releaseshow. Besonders erfreulich, dass sich rein subjektiv beurteilt viel neues Publikum im Tower eingefunden hatte. Hat sich das Plakatieren und die Pressearbeit doch mal wieder gelohnt. Schön war auch nach dem doch wirklich zwei bis drei Nummern größeren Lagerhaus jetzt wieder einmal in kleinerer und intimerer Athmosphäre zu spielen. Natürlich waren die 200 Gäste bei der CD-Releaseshow wirklich, wirklich großartig, aber es ist auch schön mal wieder diesen besonderen Moment nach einem schönen Song zu erleben, bei dem man quasi eine Stecknadel hören fallen kann. Danke für genau dies.

6. Tag: Ulenspiegel in Gießen

Am nächsten Morgen dann früh raus. Gießen ist schon eine ziemliche Strecke und während wir uns vom CD-Player weiter die Komplikationen um den Kathedralenbau zu Kingsbridge vorlesen lassen, rollen wir 4-5 Stunden durch verschneite Landschaften auf der Autobahn. Am Ende kommen wir sogar fast nochmal in Hetze – etwas später als sonst kommen wir im Ulenspiegel in Gießen an, wo wir heute das zweite mal spielen dürfen. Bald merken wir aber, dass die Hetze umsonst war. Die Anlage wartet schon fertig zum Soundcheck auf der Bühne auf uns und der hiesige Tonmensch zaubert uns in kürzester Zeit einen tollen Ton in den Saal und auf die Bühne. Alles ganz stressfrei. So bleibt noch viel Zeit für ein entspanntes Abendessen im benachbarten Bistro, eine kleine 2-Mann-Probe der für heute geplanten Weltpremiere des neuen Songs “Es ist” und nette Gespräche mit den eintrudelnden Gästen.

Während beim ersten Ulenspiegel-Besuch ziemlich Leere im Zuschauerraum herrschte, ist es heute schon angenehmer gefüllt. Wir spielen heute ein etwas längeres Set als sonst und packen fast alle Songs aus, die wir auf Vorrat haben und fühlen uns rundum wohl dabei. Publikum, Sound, Location, Betreuung – alles gefällt uns heute großartig. So müsste es immer sein, beschließen wir heute bei der abschließenden Lagebesprechung im Hotelzimmer, bevor Jack Nicholson und Morgan Freeman uns mit schauspielerischen Glanzleistungen den Feierabend versüßen.

7. Tag: Ein grandioser Abend im Kulturpalast Linden, Hannover

Am nächsten morgen versuchen wir uns vom mürrischen Hotelpersonal nicht das Frühstück vermiesen zu lassen und brechen frisch gestärkt auf. Es geht auf der A7 Richtung Norden. Ziel ist Hannover und umgefähr auf Höhe Göttingen nimmt unser Hörbuch ein Happy-End mit einem am Galgen baumelnden Bösewicht. Für die nächsten Stunden entschließen wir, uns vom Kästnerischen Wortwitz unterhalten zu lassen. “Drei Männer im Schnee” – passt ja irgendwie auch wie die Faust aufs Auge. So vergeht die Zeit bis Hannover wie im Fluge. Kurze Zwischenpause im Elternhaus des Herrn Gitarristen mit leckeren Nudeln, ebenso gutem Espresso und sogar noch ein paar Minuten Schlaf.

Im Kulturpalast verbannen wir den hiesigen Stofftiger aus der Bühnendeko (Tigerregel Nr.1: Keine Tiger!!!), der laut dem Kulturpalast-Personal hierüber nicht so richtig begeistert ist. Verständlich… Wir müssen zudem dem langsam eintreffenden Publikum die traurige Mitteilung machen, dass unsere Supportband Emma Peel auf Grund einer Krankheit heute nicht spielen werden. Das wars dann aber auch schon mit den Enttäuschungen. Was für ein wunderbarer Abend. Der Mitsingpegel schlägt mal locker alle bisherigen Termine und das Publikum hält genau die richtige Balance zwischen aufmerksamen Zuhören und ausgelassener Stimmung. Danke an alle die heute da waren – an alte Bekannte & Freunde, die LieblingsTigerWG in Hannover, an die Kulturpalast Betreiber, an MM + WI und besonders an den Feuerzeug-Tauscher. Ich werde seitdem überall dafür bewundert. Besonderen Dank an Eve fürs Plakatieren und die herzliche Stimmung während des Konzertes und die liebe SMS danach. Heute wird endlich mal ordentlich auf das gelungene Konzert angestossen. Zu Recht!

Und wieder mal das Beste zum Schluss: Das liebe Publikum!



2 Responses to “Das war: Die zweite Touretappe – Bremen, Gießen und Hannover”

  1. Sebastian sagt:

    hmmm…jaaa…ich glaub wir hätten auch noch stundenlang weiterspielen können ;)

    lieben Gruß

    Sebastian

  2. Henny sagt:

    Hey Tiger!
    Euer Konzert im Tower war wirklich wunderbar!
    Ihr seid so menschlich und sympathisch, ich hätte Euch noch stundenlang zuhören können!
    Danke für den schönen Abend!
    Ich komme wieder :)