Endspurt. Die letzten zwei Konzerte. So dachten wir… Aber eins nach dem anderen: Wir machen uns heute mal mit extra großem Zeitpolster auf den Weg. Wir haben nämlich ein Date: mit Stefan, der mit uns just-for-fun eine kleine Fotosession in der KaufBar abhält. Die KaufBar ist für solche Zwecke auch eine wirklich gute Örtlichkeit. Organisiert vom DRK beinhaltet der Laden ein ganzes Sammelsurium an alten Möbeln, Kleidung, Spielzeug, Deko, CD’s und Büchern und sieht dabei trotzdem noch interessant und geschmackvoll eingerichtet aus. Wohnzimmerflair, wie es uns sehr gefällt. Die Fotos, die hierbei herauskamen werden wir euch bestimmt bei Zeiten mal stolz präsentieren. Dann bleibt sogar noch Zeit, um in der Braunschweiger Innenstadt neue Kasetten für meine Digitalkameras zu kaufen, um euch auch vom letzten Wochenende Impressionen auf Video festzuhalten. In den nächsten Tagen und Wochen werden jedenfalls immer mal wieder Videotourtagebücher online gestellt – mit leider nicht zu vermeidender Verzögerung. Aber so habt ihr auch in der Nichttourzeit, was zu gucken. Ist doch auch schön.


Nach der Fotosession begrüßen wir erstmal unsere Supportband. Die Jungs von “Inspektor” sind inzwischen eingetroffen und machen mit ihrem Soundcheck Lust auf mehr. Heute nur zu Zweit, dafür aber mit E-Gitarrensounds als Ergänzung zu Stimme und Akustikklampfe. Man merkt gleich: Hier hatte sich im Vergleich zum letzten (auch schon großartigen) Gig vor einem Jahr wieder ganzschön was getan. Wie schon oft gesagt: Die Jungs sollte man auf dem Zettel behalten. Da könnte noch viel passieren. Die Zwei eröffnen schließlich total abgezockt und professionell den Abend. Aufregung oder Unsicherheiten – nicht zu bemerken. Echt sehr gut! Danach dann wir – und auch wenn wir nach all den Konzerten doch wirklich etwas auf dem Zahnfleisch gehen, sind wir inwzischen großartig eingespielt und spielen ein gutes Konzert. Braunschweig ist allerdings etwas zurückhaltener als letztes Jahr. Im Singcontest können sie Hannover heute nicht das Wasser reichen. Trotzdem schauen wir nach dem Konzert in zufriedene Gesichter – nach einer weiteren Hermann-Cola gehts wieder ab ins Basislager im Hause von Niklas’ Eltern.


Nach einer erholsamen Nacht nehmen wir nochmal alle Disziplin zusammen und setzen uns wirklich mit Laptop und Mikros ins Wohnzimmer und halten ein paar Skizzen neuer Songs fest – welche und wofür bleibt aber hier noch ein Geheimnis. Man darf definitiv gespannt sein. Zwischendurch kommt es dann noch zu einem kleinen Vorfall in Sachen Castor. Richard sieht sich beim Kabel-aus-dem-Bus-holen auf einmal von einer Busladung Polizisten umstellt. Da der Castor hier scheinbar in der nächsten Stunde auf der 100 Meter entfernten Strecke entlangfährt, hat die Herren scheinbar unser Anticastor-Plakat im Busfenster in Kombination mit Richards verdächtigem Äußeren etwas Sorgen gemacht – da muss man dann schonmal Personalien aufnehmen. Wenn man sonst nix Sinnvolles zu tun hat. Schließlich sehen wir sogar noch den Dreckszug vorbeifahren (Bilder gibts irgendwann im entsprechenden Videotagebuch) – ein solidarischer Gruß an alle Demonstranten im Wendland. Gebt alles und (da die Demo ja inzwischen vorbei ist): Der nächste Castor kommt bestimmt!

Auf dem Weg nach Groß Elbe wirds dann nochmal richtig knapp. Wir haben beim Aufnehmen etwas die Zeit vergessen und müssen jetzt echt aufs Gas treten. Nur 10 Minuten vor der geplanten Anfangszeit (um 15 Uhr) kommen wir in Hallers Kultur Café. Mitten in der Kulturwüste auf dem Land in der Nähe von Hildesheim probieren hier Haller und seine Frau Renate Musik und andere Kulturereignisse zu etablieren. Wir waren im Frühjahr schonmal hier gewesen und obwohl weniger als 10 Leute beim Frühjahrs-Konzert waren, war es uns einfach eine Herzensangelegenheit hier wieder vorbeizuschauen. Schon weil die beiden Gastegeber einfach super nette und interessante Menschen sind, die so einiges zu sagen haben und auf ihrer schweren Mission hier im Nirgendwo jede Unterstützung gebrauchen können. Wie schwer diese Mission ist, erfahren wir dann heute mal am eigenen Leib: Es kommt nämlich keiner! Hätten wir nicht wirklich großes Heimweh, wären wir sicher etwas geknickt über diesen Abschluss gewesen. Heute ist es aber eigentlich das Beste was uns passieren konnte und beim Gedanken nach einem Kaffee und einem Stück Kuchen in den Bus Richtung Norden zu steigen, leuchten unsere Augen erfreut. Eins ist aber klar: Groß Elbe, wir geben nicht auf. Wir kommen wieder. Es gibt schon Pläne für ein Sommerevent mit Zelten und Grillen im Garten. Ein Tigerminifestival quasi. Wir geben euch bescheid, wenn es soweit ist- das müsst ihr Alle kommen! Für heute hieisst es aber nocheinmal auf der A7 Richtung Norden, ausladen, sich verabschieden und endlich wieder im eigenen Bett einschlafen. Mit einem wirklich zufriedenen Gefühl im Bauch – was für eine großartige Tour mit so vielen tollen Menschen und phantastischen Konzerten. Danke an ALLE!

Zum Abschluss nochmal gesammeltes Publikum aus Braunschweig in der obligatorischen Publikumsgallerie. Wer mehr über unsere Tour erfahren will, der sollte weiter unsere Homepage oder MySpace/Facebook im Auge behalten. Beim Videotagebuch werden in den nächsten Tagen und Wochen unsere Erlebnisse in Göttingen, Lüneburg, Hamburg, Witzenhausen, Hannover, Braunschweig und Groß Elbe nochmal in bewegtem Bild und Ton zu sehen sein. Nicht verpassen!





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