Tiger on Tour: September NullSieben

Drei Mann, zwei Gitarren, ein Kontrabass und ein Bus namens Paul.

1.9. Picknickpark, Münster
2.9. Urlaub, Bremen
3.9. Carls, Oldenburg
4.9. East of Eden, Berlin mit Herr Nilsson
5.9. Noch besser leben, Leipzig
6.9. Schüssel, Braunschweig
7.9. Club A18, Berlin mit Fedja
8.9. Kulturpalast Linden, Hannover

Wer sehen will, wo was war: Hier ist eine Karte.

Und so war es:

Tourtag 1: Münster, Picknickpark

PaulEndlich! Yeah! Der Tiger ist auf Tour!

Bzw.: Erstmal nach Hamburg, Anlage und Axel einladen und dann auf die Autobahn nach Münster. Picknickpark, hört sich nett an. Und ist auch nett. Ellen, die Besitzerin, ist wohl noch etwas müde und döst davor auf einer Bank …

Drinnen erinnert vieles an ein Wohnzimmer und flux wird eine Kuschelecke zur Bühne umgeräumt. Aufgebaut und Pizza gegessen und dann – warten. Keiner da. Es wird langsam dunkel. Axel und Sebastian machen einen Spaziergang durch die Straßen und stellen fest: Ausgestorben. An einem Samstag. Keine Menschenseele zu sehen. Naja dann spielen wir halt nur für Ellen und den Koch. Um 22:00 begint die Tour. Und siehe da, es kommen doch noch Menschen, die sich setzten und dem Tiger zuhören. Und Applaus spenden. Gut für die Seele, gut für die Stimmung, die zum Ende hin richtig schön wird.

Niklas: nie ohneFür einen gesunden Start in die TourHübsch

Nach dem Gig sitzen wir noch mit den Leuten an der Bar, trinken leckeres Pinkus Spezial und diskutieren über Gott, Amerika und die Welt. Dann wird´s Zeit zu gehen.
In die Nacht hinaus, auf die Autobahn, durch Nebelmondlandschaften zurück nach Hause, wo wir am Sonntag im Urlaub spielen.
Guten Nacht Ellen, gute Nacht John Boy, guten Nacht Tiger. Bis zum nächsten mal in Münster.

Die Bühne ist bereitUnsere Gastgeberin: EllenSelbsterklärend

Tourtag 2: Bremen, Urlaub

LenasingtWie schön, wir sind wieder in Bremen. Im Urlaub. Dort, wo wir letzten Sommer unser Axel-geht-nach-Hamburg-Konzert in brüllender Hitze bei vollem Laden und bald leerem Bierkeller spielten. Heute mit dabei als Spezialgast: Lenasingt, mit der wir schon im Wehrschloss und auf dem Viertelfest spielten.

Das Publikum ist heute eine Mischung aus bekannten und unbekannten Gesichtern. Auch Auch Batzian ist da und erlebt sein erstes Akustikkonzert – als eingefleischter HC/Punk/Trashmetal Fan macht er einen gelassenen Eindruck. Hoffentlich waren wir ihm nicht zu leise.

Lena gibt ein schönes Konzert, allein auf der Bühne stehend. Klingt gut, sieht gut aus. „Hört gut zu, nehmt was mit, das ist hier schließlich keine Spaß-Veranstaltung“ ist die beste Ansage des Abends.

Nach ihr entern wir die Bühne für ein Konzert, an das wir uns noch lange erinnern werden: Sonntag Abends in Bremen geht einiges, bei Nieselregen im Urlaub kommt Herzstimmung auf und wir wissen mal wieder, warum wir Musik machen. Wegen diesen besonderen Momenten. Zwischen uns und euch: alten und neuen Freunden.

Sebastian (Tiger)Sebastian (Urlaub)Lenasingt grinst

Tourtag 3: Oldenburg, Carls (Syrien)

Yo, M*****-F***erOk, das war mal was anderes. Wirklich Anderes. Zunächst die Suche nach einem Café, das WLAN hat. Gefunden. Ist aber saulangsam. Dann halt nicht on the road bloggen. Schade. Aber wir können ja auch Straßenmusik machen.

Zum Feierabendverkehr in der Oldenburger Fußgängerzone hartes Brot. Wird aber durch das erste fremde Lächeln des Tages belohnt. Und dann stürmt eine (höchstens) halbstarke Truppe Kids unsere kleine Straßenbühne, brüstet sich mit dem Besitz vom 3er BMW-Mercedes911-blabla, macht auf dicke Hose und will, dass wir was von 50cent spielen (haben wir aber nie geübt). Wir spielen unbeirrt weiter, geben aber schlussendlich etwas genervt auf und lassen uns noch schnell von denen zeigen, was sie für HipHop-Moves drauf haben.

Auch eher mäßig. Also auf ins Carls, wo sich 60 (sechzig) syrische Studenten auf Deutschland-Besuch für den Abend angemeldet haben. Wir bekommen ein bischen Angst welche sich aber im Laufe des Abends als völlig unbegründet erweist. Diese Truppe ist der Party-Hammer. Wir machen unsere Ansagen in einem Mischmasch aus Englisch und Deutsch, spielen uns um Kopf und Kragen, werden belohnt mit Applaus und Fotosession und Autogramme geben und dass mindestens 3 Tiger-Shirts auf der Rückriese nach Syrien sind. ‘Skurril’ passt wohl am besten.

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Kleine Überraschung: Das fremde Lächeln aus der Fußgängerzone ist ins Carls gekommen. Leider etwas spät fürs Konzert, aber nicht zu spät, um sich bekannt zu machen (Freute mich sehr, Fräulein Goldschmiedin – ich hoffe Du schafft es von Kloppenburg nach Hannover am Samstag).

Resumé des Abends: Oldenburg liegt näher an Syrien als gedacht, Straßenmusik lohnt sich doch, und unser Ruf eilt uns von Bremen vorraus, denn paar Einheimische waren auch da, und wie versprochen werden wir bestimmt wieder nach Oldenburg kommen.

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Tourtag 4: East of Eden, Berlin

East of EdenJetzt ist also soweit. Wir verlassen die Heimatbasis Bremen und sind endlich on the road. Das Wetter, der Verkehr und unser Bus Paule meinen es gut mit uns – so ist Berlin nur einen (Raub-)Katzensprung entfernt. Die Hauptstadt empfängt uns, wie man das so erwartet: laut und verstopft. Wir schieben uns durch den Feierabendverkehr bis nach Friedrichshain. „Sie haben ihr Ziel erreicht“, sagt unsere Olle dazu und das Türschild „East of Eden“ gibt ihr Recht.

Staunend betretet wir dann Alan’s kleines Bücherreich. Das East of Eden heißt nicht umsonst international bookshop. Hier versammelt sich Literatur aller Länder und Sparten und stapelt sich in dem verwinkelten Lädchen bis unters Dach. Axels Augen leuchten merklich. Der wird hier noch einiges an Geld lassen. Alan ist die gute und ruhige Seele des Ladens. Während er noch Kunden versorgt, bauen wir im Hinterzimmer auf. Irgendwo zwischen den Themensparten „Ships, Navigation and the Sea“ und „Classical Music“ finden wir Platz für Anlage und uns. Ein kleines Sammelsurium an Stühlen und Sesseln komplettiert die supergemütliche Atmosphäre. Auch unser Support Jan Böttcher von Herr Nilsson hat inzwischen den Weg gefunden. Wir wären dann soweit.

Books! Libri! Bücher!Jan Böttcher aka Herr Nilssontag4_04.jpg

Das Publikum lässt heute nicht auf sich warten und endlich kann man sich mal darüber freuen, dass so viele liebe Leute in die Hauptstadt abwandern. Großes Wiedersehen, schon hierfür hat sich die Fahrt gelohnt. Aber es soll ja auch Musik gemacht werden. Jan zieht das Publikum mit ganz großen Texten und entspannter Musik sofort auf seine Seite. Der Mann weiß, wie man mit Worten umgeht – das merkt man gleich, und das kommt an. Aber auch wir werden von der bunten Publikumsmischung nett begrüßt. Ein kleines, intimes Konzert mit tollem Wohnzimmergefühl. Genau das richtige Umfeld für die Tigerstimmung, wie wir sie mögen.

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Doch wo normalerweise Abend und Bericht aufhören, war heute noch lange nicht Schluss und es wurde so bunt, wie man es von einem International Bookshop erwartet. Schotten, Amerikaner, Holländer, Deutsche, Iren und Tiger. Gut, das Musik international ist – die vom Geburtstags-Gig bei Bürgermeister Wowereit eingetroffene Hausband hat noch lange nicht genug vom Musikmachen und wir auch nicht, und so schlagen uns wacker durch Folk, Blues und Countrysongs während die Menge rauchig und wunderbar dreckig die Songs intoniert. „The night where county music made sense“ fällt Sebastian dazu ein. So soll ein Tourabend sein. Gutes kaltes, halbgefrorenes und gefrorenes Bier, gute Freunde und Musik, die von Herzen kommt. Hätte ich Stewarts Zeitmaschine, würde ich noch ein paarmal an diesem Abend vorbeischaun. Danke an alle … Alle!

tag4_08.jpgtag4_09.jpgDie Session: 2$ Bash

Alan und der TigerSchreinerstraße: lesen!

Tourtag 5: Leipzig, Noch besser Leben

Warum wir unterwegs sindOb Berlin vom Spassfaktor eigentlich noch zu toppen ist, frag ich mich, als wir uns nach Leipzig aufmachen. ‘Noch besser Leben’ heißt der Laden, weit weg von der Süd-Vorstadt. Niklas meint: „Nicht gut.” Wir sind früh da und schauen von außen rein. Sieht aber gut aus.

Erstmal Innenstadt besuchen. Wo die Uni war, ist ein Loch, Niklas irritiert und wir finden kein verf****tes Café mit WLAN. Also wieder zum „noch besser Leben”. Der Laden hat mittlerweile auf, wir werden freundlich begrüßt und man zeigt uns die Bühne. Ein absolut geiler Raum im 1.Stock, mit Stuck an der Decke, Samt als Gardine, sehr hübscher Tapete und einem alten Kronleuchter. Tigerstyle hoch zehn! Und dann noch eine Überraschung: Mein alter Schulfreund Sven steht plötzlich während des Soundchecks in der Tür. Das verspricht ein netter Abend zu werden.

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Und siehe da, der Laden füllt sich, es gibt „Krosti” zu trinken und Toast mit Zeug drauf. Um halb zehn sitzen schon ein paar Leute oben und wir machen noch mal eine Runde durchs Lokal, um Bescheid zu sagen, dass es los geht. Der Raum im ersten Stock füllt sich langsam. Wir fangen an zu spielen und es wird ein unglaublich sachtes und intensives Konzert, vor allem wegen des sehr aufmerksamen und interessierten Publikum. Grade unsere ruhigen Stücke können sich in dieser Atmosphäre voll entfalten. Ziemlich ergreifend.

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Nach dem Konzert entdecken wir: Der Laden hat auch Bio-Bier. Das trinken wir mit Sandra, Romy, Sven und ein paar anderen netten Leuten, spielen noch das ein oder andere Liedchen für besonders Interessierte und machen uns dann selig auf zu Svens Einzimmerwohnung. Das Tigergehege für diese Nacht. In Leipzig lässt es definitiv „Noch besser Leben”.

Tourtag 6: Braunschweig, Schüssel

Shoppen & RockenDer Tag beginnt entspannt. Svens Wohnung lädt dazu ein, ein wenig durchzuatmen und Kraft zu tanken. Mit Kaffee und Frühstück gestärkt, machen wir uns an den Aufbruch. Sven macht übrigens Ernst: Er ist ab jetzt der vierte Tiger und kommt einfach mit – zumindest bis Berlin. Paul bietet schließlich mehr als genug Platz und für nette Begleitung rückt man gerne zusammen.

Das Wetter ist freundlich: Zeit für Straßenmusik. Etwas schleppend geht es los, aber dann findet sich doch noch äußerst sympathisches Publikum ein. Qualität statt Quantität – seid gegrüßt. Wir tauschen ein paar CDs für Leipzig gegen eine Tankfüllung für Paul. Kann man machen.

tag6_2.jpgtag6_3.jpgtag6_4.jpgExtratiger Sven (der auch diese Bilder machte)

Dann wieder ab auf die Piste. Ein wenig Pommes für die Elektrolyte, Musik für die Seele und Super-Diesel (Gibt’s noch normalen?) für Paule bringen uns sicher bis Braunschweig und zur „Schüssel”. Der Besitzer heißt Adel und ist gerade auf dem Sprung, überlässt uns aber nach kurzer Einweisung den äußerst sympathischen Bedienungen, die uns mit Kaffee, Pfefferminztee, Bier („Ihr seid also doch eine Rock-Band!”) und lecker Essen aufpäppeln. Spätestens als es dann auf die Bühne geht, ist auch das letzte bisschen Tourmüdigkeit verflogen. Wir legen uns ziemlich ins Zeug und das Publikum ist durchaus gebannt – bis auf ein paar hysterisch-quietschende, die Anlage übertönende Barbesucher. Schade, dass so ein paar der ruhigen Stücke in Krach untergehen. Die Stimmung am Ende und viele begeisterte Rückmeldungen geben uns aber Recht, dass wir unser Publikum erreicht haben. E.T. lassen wir heute trotzdem lieber weg – wer das Stück schon mal live gesehen hat, kann das sicher nachvollziehen.

Schüssel, BraunschweigSchüssel, BraunschweigRückbank, kleine schwarze Dose, Seb und Sven

Heute wird auch das Nach-dem-Konzert-Gefeiere ein wenig aufgeschoben (außer dass Sven in das Kleine-schwarze-Dose-auf-der-Rückfahrt-Ritual eingeführt wird). Es geht nach Hause zu Niklas Eltern, bei denen schon das georderte Becks im Kühlschrank steht. Also buchstäbliche Heimat für Niklas und flüssige Heimat für den Rest der Band. Und entspannt wie der Tag begonnen hat, klingt er auch aus. Kerzenschein auf der Terrasse und quatschen bis in die Nacht. Morgen dann Berlin. Langsam geht’s an den Endspurt.

Tourtag 7: Wieder Berlin. Club A18 / Cocktailkarteneröffnung mit Tiger

Club A18 da langAn so einen Start in den Tag kann man sich gewöhnen. Nach gemütlicher Unterbringung gibt’s bei Niklas Eltern auch noch frische Brötchen und lecker Frühstück. So gestärkt ist auch der Weg nach Berlin kein Problem mehr. Die A2 mit ihren Raststätten kennen wir inzwischen auch schon mehr als uns lieb ist. Also wieder vorbei an Braunschweig, Magdeburg etc. bis ins noble Zehlendorf in Berlin.

Zeit, uns den schönen und schön nah gelegenen Schlachtensee anzuschauen, bleibt uns leider nicht, denn wir sind etwas spät dran und werden schon sehnsüchtig erwartet im Studentendorf Schlachtensee. Das muss man sich wie eine große Ansammlung von Wohnheimen und Bungalows vorstellen. Ruckzuck ist unser Equipment von tatkräftigen Helfern in die geräumige Location (die größte der Tour) gebracht und alles ist angeschlossen. Leider will der Sound trotz Ziehen aller Register und Drehen an allen Reglern nicht so richtig. Wir sehen davon ab, die schallschluckenden Lochplatten von den Wänden zu schlagen. Denkmalschutz und so. Aber es ist ja eh Coktailabend und auch Sound kann man sich schön trinken.

tag7_2.jpgFedja

Kurz vor Türöffnung ist alles fertig. Fedja, unser Support heute Abend mit schönen deutschsprachigen Songs auf der Akustikgitarre hat noch seinen Soundcheck bekommen. Mal sehn was das hier wird… Das Publikum trudelt ein und zwar ziemlich viel davon. Leider sind heute nicht alle wegen des Konzertes hier, aber so was hat uns ja noch nie gestört (und außerdem haben ja alle gezahlt… ;)). Also ein Bier mehr als sonst und mit guter Laune die Bühne geentert. Zunächst Fedja der es schafft trotz der allgemeinen Unruhe das Publikum von seiner ruhigen und schönen Mucke zu begeistern. Fedja: Deine Songs sind nicht zu kurz; sie sind kurz und gut gut! Danach dann wir: Heute ist alles etwas ausgelassener als z.B. in Leipzig. Tut mal gut, etwas mehr blöd rumzulabern und dafür bei der Musik mehr Gas zu geben. Das kommt an und zumindest die Leute, die heute wegen der Musik da sind, scheinen Spaß zu haben.

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Spaß ist dann auch das passende Stichwort für den Rest des Abends. Die wirren Fragmente, die ich noch im Kopf habe bestehen aus: Long Island Icetea, Sebastian, hinter der Theke den Coktailshaker schwingend, Long Island Icetea, viele nette Leute (Grüße an Pint, Eva, Fedja, Jens, Chaplin und alle anderen), seltsamen Gesprächsthemen, der Sound auf der Sprechbühne, Long Island Icetea, einschlafen in einem runtergekommenen Partykeller. Verdammt lustig hier!

Tourtag 8: Hannover, Kulturpalast Linden

Kulturpalast LindenMit 7 Tagen Tour, einem Coktailabend und einer Nacht im kargen Partykeller des A18 in den Knochen läuft der Tag erwartungsgemäß träge an. Irgendwie aufstehen, irgendwie einladen, irgendwie Frühstück im nächsten Supermarkt organisieren. Mit dem leckeren Frühstück der Vortage kann das hier nicht mithalten, aber es füllt den Magen und der Energievorrat reicht, um uns erstmal auf die Autobahn gen Magdeburg zu bringen. Dort verabschieden wir schweren Herzens unseren Lieblingstourbegleiter Sven. Die tränenreichen Details erspare ich euch, um ein wenig hartes Muckerimage rüberzuretten, das wir mit dem ganzen Alk gestern so mühsam aufgebaut haben. Aber der Bahnhof in Magdeburg ist auch unglaublich hässlich. Nächstes Mal planen wir aber definitiv in Leipzig zu starten und Sven zu kidnappen, ob er will oder nicht.

tag8_2.jpgtag8_3.jpgGrün geht immer

Leicht bedrückt und immer noch sehr müde folgten wir der A2 bis Hannover. Gott sei Dank bleibt genug Zeit, noch mal bei Niklas Eltern einzufallen. Da versprechen eine Dusche, ein voller Kühlschrank, eine Espressomaschine und ein Sofa mit Fernseher alles, was man so benötigt um sich für den letzten Gig wieder einigermaßen auf Vordermann zu bringen. Mit Erfolg und Dank für Speiß&Trank an besagte Eltern. Einigermaßen erfrischt und mit Lust aufs Spielen erreichen wir den Kulturpalast Linden, nach etwas probieren funktioniert auch die Anlage und es bleibt viel Zeit für einen ausgiebigen Soundcheck und einspielen. Also: Klappe, Tigertour die letzte.

tag8_5.jpgtag8_6.jpgPaul: Wir vermissen dich!

Langsam aber sicher trudelt Publikum ein. Bekannte Gesichter, Familie, aber auch neue, sympathische Tigerhörer formieren eine überschaubare, dafür höchst aufmerksame Hörerschaft. Das Konzert wird so, wie wir uns fühlen: eher ruhig als ausgelassen, mit gutem Gefühl und tiefer Zufriedenheit im Bauch. Viel Raum, damit sich die ruhigen Lieder entfalten und die besonderen Momente entstehen können, die an den zwei letzten Tagen öfter mal untergegangen sind. Das gefällt uns und anscheinend auch dem Publikum und wird so der gelungene Abschluss für eine gelungene, kleine Tour. Denn das war sie wirklich: acht Tage ohne schlechtes Konzert, acht Tage, an denen wir uns nicht gegenseitig umgebracht haben (es zumindest nicht geschafft haben) und besonders acht Tage mit vielen tollen Momenten und vielen neuen Freunden. Wir kommen wieder! Und ihr hoffentlich auch. Wir würden euch sonst vermissen.